Warum heißt „Alt Wolfenbüttel “ „Theo“?

Warum heißt „Alt Wolfenbüttel “ „Theo“?

In den 1980er Jahren war der Wirt Ferdinand Fricke Betreiber der Kneipe.

Fricke war bekannt dafür, dass er den bekannten Schauspieler Theo Lingen (bürgerlich Franz Theodor Schmitz) hervorragend imitieren konnte – und machte dies oft bei Gästen und im Lokal.

Durch diese Verbindung wurde die Kneipe schnell von den Gästen einfach „Theo“ genannt – der Spitzname blieb über die Jahre hängen und ist bis heute populärer als der offizielle Name.

Alt Wolfenbüttel „Theo“ – eine Wolfenbütteler Kneipen-Institution

Mitten in der Wolfenbütteler Altstadt, an den Krambuden, befindet sich eine Kneipe, die bei vielen Einheimischen längst unter einem anderen Namen bekannt ist: „Theo“. Der offizielle Name lautet „Alt Wolfenbüttel“. Die urige Kneipe gilt als feste Institution der Wolfenbütteler Gastronomie und ist Treffpunkt für Einheimische und Besucher. (⁠Lessingstadt Wolfenbüttel)

Auch das Gebäude selbst hat Geschichte. Das historische Giebelhaus soll um 1660 errichtet worden sein und wird seit dieser Zeit als Schankwirtschaft genutzt. Damit gehört es zu den traditionsreichen gastronomischen Orten der Wolfenbütteler Altstadt. (⁠Speisekarte)

Warum heißt „Alt Wolfenbüttel“ eigentlich „Theo“?

Der ungewöhnliche Name geht auf die 1980er Jahre zurück. Damals war Ferdinand Fricke der Wirt der Kneipe. Fricke konnte den Schauspieler Theo Lingen, der mit bürgerlichem Namen Franz Theodor Schmitz hieß, besonders gut imitieren. Seine Darbietungen wurden offenbar so bekannt, dass die Gäste die Kneipe irgendwann einfach „Theo“ nannten. Der Spitzname blieb erhalten und ist bis heute geläufiger als der eigentliche Name „Alt Wolfenbüttel“. (⁠Speisekarte)

Treffpunkt in der Wolfenbütteler Altstadt

„Theo“ ist eine typische Kneipe, bei der nicht nur das Getränk, sondern vor allem das Zusammensein eine Rolle spielt. Auf zwei Etagen finden im Innenbereich rund 60 Gäste Platz. Während der warmen Jahreszeit kommen weitere Plätze im Biergarten hinzu. Angeboten werden unter anderem Bier vom Fass, weitere alkoholische und alkoholfreie Getränke sowie Kaffee, Tee und kleinere Snacks. (⁠Lessingstadt Wolfenbüttel)

Eine besondere Tradition besteht an den Markttagen. Nach dem Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag gehört für manche Wolfenbütteler ein Abstecher zu „Theo“ einfach dazu. Die Kneipe ist damit nicht nur ein gastronomischer Betrieb, sondern auch ein Stück Alltagskultur der Stadt. (⁠Lessingstadt Wolfenbüttel)

Besonders bekannt ist außerdem der Heiligabend: Am Mittag des 24. Dezember treffen sich bei „Theo“ ehemalige, neue und aktuelle Bewohner Wolfenbüttels, bevor die Weihnachtsfeierlichkeiten beginnen. (⁠Lessingstadt Wolfenbüttel)

Ein Stück Wolfenbütteler Kneipenkultur

Wer durch die historische Altstadt von Wolfenbüttel geht, findet zahlreiche restaurierte Fachwerkhäuser und historische Plätze. „Theo“ ist dabei ein Ort, an dem Geschichte und heutiges Stadtleben unmittelbar zusammentreffen. Die historische Fassade, die kleinen Innenräume und der Biergarten machen die Kneipe zudem zu einem interessanten Motiv für die Städtefotografie in Wolfenbüttel.

Für mich gehört „Theo“ deshalb zu den Motiven, die das typische Bild der Wolfenbütteler Altstadt mitprägen. Es ist weniger ein klassisches touristisches Fotomotiv als vielmehr ein Ort, der etwas über das Leben in der Stadt erzählt.

Alt Wolfenbüttel „Theo“ befindet sich: Krambuden 6 in 38300 Wolfenbüttel.