Sonnenfinsternis 2026

Sonnenfinsternis an der Kaiserpfalz Werla
Sonnenfinsternis über der Kaiserpfalz Werla – ein außergewöhnlicher Abend am 12. August 2026
Eine fotografische Dokumentation der partiellen Sonnenfinsternis bei Schladen
Am Abend des 12. August 2026 stand ein ganz besonderes astronomisches Ereignis am Himmel: Der Mond schob sich vor die Sonne und sorgte für eine eindrucksvolle partielle Sonnenfinsternis. Für meine Aufnahmen suchte ich mir einen besonderen Standort aus – die Kaiserpfalz Werla bei Schladen.
Die Kombination aus der historischen Landschaft der Werla und dem seltenen Himmelsschauspiel versprach eine ganz besondere Fotoreihe.
Die Sonnenfinsternis über Niedersachsen
In Niedersachsen begann die partielle Sonnenfinsternis am frühen Abend gegen 19:13 Uhr MESZ. Im Raum Braunschweig wurde das Maximum gegen 20:09 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt waren dort rund 86 % der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt. Die totale Phase der Finsternis war in Niedersachsen allerdings nicht sichtbar. (Time and Date)
Das Besondere an einer solchen Finsternis ist für mich nicht nur der maximale Moment. Vielmehr ist es der gesamte Verlauf: Aus einer zunächst ganz normalen Sonne wird langsam eine Sichel, die immer schmaler wird, bevor der Mond anschließend wieder den Weg freigibt.
Genau diesen Verlauf wollte ich fotografisch festhalten.
Drei ND-Filter für die Sonne
Für die Aufnahmen habe ich drei ND-Filter übereinander verwendet:
- ND 1000
- ND 64
- ND 8
Damit entstand eine sehr starke Abdunkelung, die es mir ermöglichte, die Sonnenscheibe fotografisch festzuhalten und gleichzeitig die einzelnen Phasen der Finsternis zu dokumentieren.
Die Kombination der drei Filter ergibt theoretisch eine Gesamtfilterwirkung von ND 512.000. Für die Fotografie war dabei natürlich wichtig, die Belichtung entsprechend anzupassen und die Sonne während der gesamten Aufnahmeserie sicher im Blick zu behalten.
Bei der Sonnenfotografie ist grundsätzlich besondere Vorsicht erforderlich. Auch eine teilweise von Mond bedeckte Sonne kann das Auge und auch Kameraequipment schädigen, wenn keine geeigneten Schutzmaßnahmen verwendet werden. (Time and Date)
Alle zwei Minuten ein Bild
Mein eigentliches Ziel war es, nicht nur ein einzelnes Foto der Sonnenfinsternis zu machen. Ich wollte den gesamten Ablauf sichtbar machen.
Deshalb habe ich während der Finsternis etwa alle zwei Minuten eine Aufnahme gemacht.
So entstand eine ganze Reihe von Bildern, auf denen sich Schritt für Schritt verfolgen lässt, wie der Mond immer weiter vor die Sonne wandert. Die einzelnen Aufnahmen zeigen dadurch nicht nur einen besonderen Augenblick, sondern erzählen die Geschichte der Finsternis über einen längeren Zeitraum.
Aus heutiger Sicht gefällt mir gerade diese Serie besonders gut: Man kann die Bewegung des Mondes vor der Sonne regelrecht nachvollziehen.
Die Kaiserpfalz Werla als Kulisse
Für mich war die Wahl des Aufnahmeortes mindestens genauso wichtig wie das astronomische Ereignis selbst.
Die Kaiserpfalz Werla liegt bei Schladen in einer weitläufigen Landschaft und bietet einen offenen Blick auf den Himmel. Gleichzeitig ist der Ort historisch außergewöhnlich. Bereits im Mittelalter gehörte die Werla zu den bedeutenden Pfalzen des deutschen Königtums.
Am 12. August 2026 trafen hier also zwei völlig unterschiedliche Dimensionen aufeinander: mehr als tausend Jahre Geschichte am Boden und ein astronomisches Ereignis am Himmel.
Diese Verbindung wollte ich in meinen Fotografien einfangen.
Eine Serie statt eines einzelnen Fotos
Normalerweise steht bei einer Aufnahme oft der perfekte Moment im Mittelpunkt. Bei dieser Sonnenfinsternis war es anders.
Ich wollte den Wandel dokumentieren.
Die Aufnahmeabstände von ungefähr zwei Minuten ermöglichen es, aus den einzelnen Fotos eine chronologische Reihe zu erstellen. Beginnend mit der noch weitgehend vollständigen Sonnenscheibe über die zunehmende Verdeckung bis hin zur maximalen Phase und anschließend wieder zurück.
Dadurch wird sichtbar, was man bei einer einzelnen Aufnahme nicht erkennen kann: die Bewegung des Mondes vor der Sonne.
Gerade diese Kombination aus vielen Einzelaufnahmen macht die fotografische Dokumentation für mich so interessant.
Ein besonderer Abend auf der Werla
Während der Mond die Sonne immer weiter verdeckte, veränderte sich auch die Lichtstimmung in der Landschaft. Obwohl es sich „nur“ um eine partielle Sonnenfinsternis handelte, war die Veränderung des Tageslichts deutlich wahrnehmbar.
Für mich war es ein außergewöhnlicher fotografischer Abend: Ich stand auf der historischen Kaiserpfalz Werla, hatte die Kamera auf die Sonne gerichtet und konnte gleichzeitig verfolgen, wie sich das Licht über der Landschaft veränderte.
Die drei übereinander gelegten ND-Filter und die regelmäßigen Aufnahmen machten es möglich, dieses Ereignis nicht nur zu beobachten, sondern in einer fotografischen Zeitreihe festzuhalten.
Mein fotografischer Rückblick
Die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 wird mir deshalb nicht nur wegen des astronomischen Ereignisses in Erinnerung bleiben.
Es war vor allem die Kombination aus Ort, Landschaft, Technik und Himmel, die diesen Abend besonders gemacht hat.
Die Kaiserpfalz Werla bot die historische Kulisse, der Mond sorgte für das außergewöhnliche Motiv und die Kamera hielt die Veränderung im Abstand von etwa zwei Minuten fest.
Aus den vielen Einzelaufnahmen ist so eine kleine fotografische Chronik der Finsternis entstanden.
Sonne, Mond und Kaiserpfalz Werla – ein außergewöhnlicher Moment, den ich mit meiner Kamera festhalten konnte.
Alle Fotografien in diesem Beitrag entstanden am 12. August 2026 an der Kaiserpfalz Werla bei Schladen-Werla. Für die Aufnahmen verwendete ich drei übereinander gelegte ND-Filter (ND 1000, ND 64 und ND 8) und fotografierte während der Finsternis in Abständen von etwa zwei Minuten.
und hier gibt es den von mir entwickelten Astrokalender, klick gern einmal drauf