Startrails am Fernmeldeturm Broitzem

Startrails am Fernmeldeturm

Startrails am Fernmeldeturm Broitzem

Der Fernmeldeturm Broitzem ist ein markantes technisches Bauwerk im Westen von Braunschweig, im Stadtteil Broitzem. Er wurde in den 1970er-Jahren errichtet und dient bis heute der Übertragung von Telekommunikationssignalen. Betrieben wird er von der Deutsche Telekom bzw. deren Infrastrukturgesellschaft.

Mit seiner schlanken Silhouette prägt der Turm die umliegende Landschaft und ist schon aus großer Entfernung sichtbar. Wie viele Fernmeldetürme dieser Bauart besteht er aus einem Stahlbetonschaft mit aufgesetzten Plattformen, auf denen sich Antennen für Richtfunk, Mobilfunk und andere Funkdienste befinden. Anders als bekannte Aussichtstürme ist der Fernmeldeturm Broitzem nicht öffentlich zugänglich und erfüllt ausschließlich technische Zwecke.

Seine Lage am Rand des Braunschweiger Stadtgebiets ist kein Zufall: Fernmeldetürme werden häufig so positioniert, dass sie eine möglichst große Reichweite bei gleichzeitig geringer Störung durch Bebauung erreichen. Der Turm ist damit ein wichtiger Bestandteil der regionalen Kommunikationsinfrastruktur und trägt zur Versorgung mit Mobilfunk- und Datennetzen bei.

Auch wenn er touristisch keine Rolle spielt, hat der Fernmeldeturm Broitzem für Technikinteressierte und Fotografen einen gewissen Reiz. Besonders bei klarer Sicht oder in der Dämmerung bietet er ein interessantes Motiv, das die Verbindung von Ingenieurskunst und moderner Kommunikation sichtbar macht.

Startrails

Startrails – auf Deutsch meist „Sternspuren“ genannt – sind eine faszinierende Form der Nachtfotografie, bei der die scheinbare Bewegung der Sterne am Himmel sichtbar gemacht wird. Während Sterne für das bloße Auge wie feste Punkte erscheinen, zeigt eine Langzeitaufnahme ihre kreisförmigen Bahnen. Ursache dafür ist die Rotation der Erde, die den Himmel scheinbar in Bewegung versetzt.

Für Startrails werden viele Einzelaufnahmen oder eine sehr lange Belichtung kombiniert. Typischerweise richtet man die Kamera auf den Polarstern, also Polaris. Dieser liegt nahezu auf der Rotationsachse der Erde, sodass sich die Sternspuren kreisförmig um ihn herum anordnen – ein besonders eindrucksvoller Effekt. Alternativ lassen sich auch dynamische, bogenförmige Spuren erzeugen, wenn man in andere Himmelsrichtungen fotografiert.

Die Technik erfordert etwas Planung: Ein stabiles Stativ, eine Kamera mit manuellen Einstellungen und ein möglichst dunkler Ort fernab von Lichtverschmutzung sind entscheidend. Orte mit wenig künstlichem Licht, etwa ländliche Regionen oder Gebiete nahe Harz, eignen sich besonders gut. Zudem spielen Wetterbedingungen eine große Rolle – ein klarer Himmel ist Voraussetzung für sichtbare Sternspuren.

Startrails verbinden Technik und Ästhetik auf einzigartige Weise. Sie machen die Zeit sichtbar und zeigen eindrucksvoll, dass unser Planet ständig in Bewegung ist. Für viele Fotografen sind sie daher nicht nur ein kreatives Motiv, sondern auch ein Zugang zur Astronomie und zur bewussten Wahrnehmung des Nachthimmels.

Eine Landingpage dazu findest du hier